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Begegnung mit Jesus am Sterbebett

Wie ich zum Glauben an JESUS kam

Ich war 27 Jahre alt. War verheiratet und hatte zwei gesunde, wunderbare kleine Töchter. Mein Leben war perfekt. Ich glaubte an den »lieben Heiland« und betete um Bewahrung meiner kleinen Familie. Eigentlich dachte ich: Wenn es Gott wirklich gibt, kann er zufrieden mit mir sein, – auch wenn ich nie in einen Gottesdienst ging.
Wir lebten zusammen mit meinen Eltern und Großeltern in einem Haus. Meine Oma war die gläubige Beterin in unserer Familie und war zwei Jahre zuvor verstorben.
Nun war mein Opa bereit uns zu verlassen. Er war ein guter Mensch und wie wir alle nur ein Namenschrist. Kraftlos lag er in seinem Bett, als er plötzlich um Hilfe rief. Er war sehr unruhig und rief: Helft mir doch. Die rufen mich, da will ich nicht hin. Seine Angst wurde immer größer und dauerte drei Tage, bis er rief: „Holt die Bibel!“
Ich holte meine Bibel, die ich zu meiner Trauung erhalten hatte. Ich hatte sie noch nie aufgeschlagen. Die Blätter klebten noch aneinander. Ich hatte keine Ahnung, was ich lesen sollte. Dann nahm ich die zerlesene Bibel meiner Oma. Ich las einfach vor, wie die Blätter sich teilten.
Mein Opa hörte aufmerksam zu. Er wurde immer ruhiger. Nach ca. zwei Stunden sagte er: „Vergebung, Vergebung
Ich verstand nicht, was er meinte.
Dann lief sein Lebensfilm vor ihm ab. Immer wieder sagte er: „Vergebung, Vergebung, danke!“
Meine Mutter und ich waren gern an seinem Bett. Ein spürbarer Friede war da, als er anfing zu sprechen, und uns berichtete, was er sah: Er nannte Namen von verstorbenen Verwandten und freute sich, dass sie auch da sind. Und sie freuten sich, dass er kommt. Meine verstorbene Oma war seine ständige Begleitung. Er sagte immer wieder: Hört ihr sie singen? Wie wunderbar, sie heißen mich willkommen! Dann umarmte er seinen im Krieg gefallenen Sohn und hatte Freudentränen in den Augen. (Er nahm meine Mutter und mich nicht mehr wahr.) Teilweise sang er mit dem Chor, den er sah. Manchmal in einer uns unbekannten Sprache. So ging das zwei Wochen. Arzt und Pfarrer staunten. Mein Opa hatte um das »heiligen Abendmahl« gebeten.
Er lag friedlich und strahlend da. Und berichtete uns von der Herrlichkeit, die er schon sah. Er sagte immer wieder: „Wie wunderschön ist es hier.“
Dann wurde im anscheinend gesagt, dass er am Sabbat nachhause darf. Am folgenden Samstag, ich war bei ihm, machte er plötzlich seine Augen auf und blickte strahlend nach oben. Ich folgte seinem Blick und sah Jesus mit ausgebreiteten Armen.
Die Heiligkeit war im Raum. Ich ging auf meine Knie und konnte nur sagen:
„JESUS, hilf mir, ich bin so schlecht!“ Ich hab mich so unwürdig gefühlt und wusste: JESUS lebt!
Aber mich quälte die Frage: Was muss ich tun, um gerettet zu werden? Ich las daraufhin das Matthäus Evangelium, und als ich an die Stelle der Kreuzigung kam, erkannte ich, dass Jesus für mich ans Kreuz ging, damit ich errettet bin. Oh, wie war ich dankbar für Seine Erlösung!

Mein Leben veränderte sich schlagartig. Jesus hat mich wunderbar geführt. Unser ganzes Haus ist errettet worden, wie es in der Apostelgeschichte steht.
Inzwischen sind viele Jahre vergangen und ich durfte viel mit Jesus erleben. Er war bei mir gerade in den Tiefen meines Lebens.
Ich bin dankbar und froh, dass mich Jesus gefunden hat und ich IHM mein Leben geben durfte.
Jetzt darf ich mich auf die Herrlichkeit bei IHM und auf das Wiedersehen mit meinen Lieben freuen.

Kristina Fischlein


Herzlichen Dank an die Autorin, dass ich ihr wundervolles und bewegendes Zeugnis hier posten darf!