Mein Weg aus der Dunkelheit – Wie Jesus mich gerettet hat
Ein Zeugnis von Miriam Thiel
Zerrissene Kindheit und frühe Verletzungen
Ich heiße Miriam, bin 40 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Meine Kindheit war von Schmerz, Einsamkeit und innerer Zerbrochenheit geprägt. Ich wuchs in Sardinien auf – in einer Familie, in der ich mich nie wirklich zugehörig fühlte. Früh wurde ich Opfer sexuellen Missbrauchs durch meinen Bruder und meinen Cousin. Als ich sechs oder sieben war, gab meine Mutter uns für einige Jahre in ein Heim. Mit neun Jahren holte uns mein Vater zurück und wir wanderten nach Deutschland aus. Ich sprach kein Deutsch, wurde gemobbt und erneut missbraucht – diesmal nur noch vom Bruder.
Als Teenager begriff ich zum ersten Mal, dass das, was mir widerfahren war, nicht normal war. Mit 15 starb mein ältester Bruder bei einem Autounfall – ein weiterer tiefer Einschnitt. Mit 17 zog ich aus, um den Demütigungen meines Vaters zu entkommen.
Suche nach Liebe – und tiefer Fall
Nach der Trennung von meinem ersten Freund verlor ich mich immer mehr. Ich suchte Bestätigung und Liebe auf sexuellem Weg, jagte einem falschen Bild von Erfüllung nach. Ich geriet in Drogen, Schulden und toxische Beziehungen. Besonders eine davon zerstörte mich psychisch – ich lernte, was Panikattacken und Depressionen sind.
Eine neue Liebe – und erste Hoffnung
2010 begegnete ich meinem heutigen Mann. Schnell waren wir zusammengezogen, bald war ich schwanger mit unserer Tochter Tamara. Er war 19, ich 25. Obwohl wir beide spirituell offen waren, kam die erste Nachricht über die Schwangerschaft durch eine Wahrsagerin – eine Tür zur Esoterik öffnete sich.
Gefangen in der Esoterik
Auf der Suche nach Antworten auf meine Traumata suchte ich Kontakt zu meinem verstorbenen Bruder – und geriet tief in die Esoterik. Ich ließ mich ausbilden in Engelkontakten, Aura-Lesen, Kartenlegen, Ghosthunting. Mein Mann ging diesen Weg mit mir.
Doch weder die Esoterik noch mein wackeliges Familienleben konnten die Leere in mir füllen. Unsere Ehe zerbrach immer mehr, mein Mann litt unter Alkoholproblemen, Lügen, Panikattacken – und ich suchte Halt bei anderen Männern. Ich wurde oft untreu, ging in Bordelle, machte mich mit Esoterik selbstständig – und arbeitete unbewusst mit dämonischen Kräften.
Jesus begegnet mir im Traum
2017 hatte ich einen Traum, der alles veränderte: Jesus begegnete mir. In seiner Herrlichkeit stand er neben mir und sprach:
„Du musst glauben, um sehen zu können – nicht erst sehen, um glauben zu können.“
Dann sah ich ein gewaltiges Licht, und ich hörte seine Stimme sagen:
„Wach auf und glaube an mich.“
Ich wachte auf – mit seiner Stimme noch in meinem Ohr. Ich verstand den Traum lange nicht, aber etwas in mir hatte sich bewegt.
Die Entscheidung für ein neues Leben
Ende 2017, auf dem Höhepunkt meines esoterischen Erfolgs, hörte ich den Ruf Jesu. Ich begann, das Johannesevangelium zu lesen – und die Wahrheit durchdrang mich. Ich fiel auf die Knie, bekannte Jesus als meinen Retter, bat um Vergebung meiner Schuld und gab ihm mein Leben. Ich ließ mich taufen – und von da an begann ein neues Leben.
Mein Weg der Heilung und Wiederherstellung
Als ich mich taufen ließ, begann der Herr, mein Herz zu verändern. Am Anfang heilte er fast meine komplette Vergangenheit – aber er führte mich auch in den Zerbruch. Das Erste, was ich lernen durfte, war Vergebung.
Ich konnte meinem Bruder, der mir so viel angetan hatte, wirklich vergeben. Ich sagte ihm sogar, dass ich ihn liebe – und stand ihm bei, als er im Gefängnis war. Emotional und auch finanziell. Auch meiner Mutter konnte ich vergeben, dass sie uns Kinder damals weggegeben hat – obwohl sie sich nie entschuldigt hat. Trotzdem war ich in den schwersten Momenten für sie und meinen Vater da, habe ihnen geholfen, gedient – aus Liebe.
Zwischen 2018 und 2020 zeigte sich immer mehr, wie sehr mein Mann vom Alkohol abhängig war. Unsere Ehe war eine einzige Zerreißprobe. Ich wollte gehen – und bin doch geblieben. In dieser Zeit fing der Herr an, mein Herz ganz neu zu formen. Er konfrontierte mich mit meiner eigenen Schuld, mit meinem Stolz, meiner Heuchelei. Und er fragte mich:
„Wer bist du, dass du ständig meinen Sohn richtest?“
Ich lernte, was es heißt, sich für die Liebe zu entscheiden – auch wenn das Herz etwas anderes schreit. Ich vergab meinem Mann – trotz allem, was passiert war. Und ich kämpfte weiter für unsere Ehe.
Ende 2020 wurde ich wieder schwanger – unser Sohn Joschua kam zur Welt. Er wurde für mich ein Zeichen des Bundes, den Gott mit uns geschlossen hatte.
Dann kam 2023 die Wende. Mein Mann gestand sein Alkoholproblem, ließ sich krankschreiben, und ich begleitete ihn durch alle Termine. Im September 2024 – nach vielen Gebeten und Kämpfen – gab er sein Leben Jesus. Ich taufte ihn, und wir vergaben einander. Gott stellte unsere Ehe wieder her.
Jesus hat meinen Mann vollständig erneuert – frei von Alkohol, Antidepressiva, Tabletten, Angst und Depression. Heute leben wir als Familie unter dem Schirm des Höchsten. Wir beten gemeinsam, lesen das Wort, und Gott segnet unser Leben auf übernatürliche Weise.
Der Herr hat alles neu gemacht.
Ihm allein sei alle Ehre.


