So habe ich Jesus kennengelernt – Meine Geschichte
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Vor ziemlich genau 15 Jahren um Pfingsten habe ich Jesus kennengelernt. Dieses Jubiläum ist doch ein schöner Anlass, um meine persönliche Geschichte mit dem lebendigen Gott neu aufzuschreiben.
Ich wurde 1984 in eine liebevolle, behütete Familie hineingeboren.
Als Baby getauft, mit 14 konfirmiert, bin ich traditionell evangelisch aufgewachsen. Dass es Gott und auch ein Leben nach dem Tod gibt, glaubte ich eigentlich immer. Insbesondere als Kind betete ich auch und glaubte grundsätzlich auch an Wunder. Allerdings war Gott für mich nicht nahbar. Mir war nicht bewusst, dass es möglich ist, eine innige, persönliche Beziehung mit ihm zu führen.
Ich war bemüht, ein moralisch gutes Leben zu führen und hielt mich auch für einen guten Menschen.
Meine Kindheit und Jugend in der Schule waren sehr hart für mich. Als Außenseiterin erfuhr ich Ablehnung und war den Hänseleien meiner Mitschüler ausgesetzt. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass ich irgendwie anders „tickte“, anders auf Menschen und Situationen reagierte. Die Lehrer beschrieben mich als schüchtern. Doch tatsächlich war ich hochsensibel, was mir erst sehr viele Jahre später bewusst und für mich ein wahrer Augenöffner wurde.
Die Ablehnung und die Einsamkeit hinterließen starke Spuren und weckten eine starke Todessehnsucht in mir. Ich quälte mich durch die Schulzeit. In den höheren Stufen wurde es besser und nachdem ich die Realschule abgeschlossen und ein Berufskolleg besucht hatte, änderten sich die Dinge deutlich zum Positiven. Ich fand gute neue Freunde und gewann neue Lebensfreude, was sich auch durch deutliche Verbesserung meiner schulischen Leistung sichtbar machte. Später begann ich eine Ausbildung. Obwohl ich insgesamt viele schöne Zeiten erlebte und auch das Gefühl hatte, „Teil von etwas zu sein“, entwickelte sich eine Depression, die mich noch sehr lange begleiten sollte. Sicherlich war das auch noch eine Folge unaufgearbeiteter Erlebnisse.
In der zweiten Hälfte des Jahres 2007 spitzen sich ein paar Dinge zu: Die Situation auf der Arbeit wurde aus verschiedenen Gründen für mich richtig schlimm. Außerdem erfuhr ich, dass ich bedingt durch ein hormonelles Problem möglicherweise keine Kinder bekommen kann. Das traf mich schwer und plötzlich stellte ich mein Leben auf den Prüfstand. „Warum lebe ich eigentlich?“ Ich weiß nicht, ob ich diese Frage an Gott, bzw. eine höhere Instanz gerichtet hatte, oder sie lediglich in den Raum warf. Ich glaube auch nicht, dass ich tatsächlich eine Antwort darauf erwartete.
Meine Depressionen waren wieder stärker da und ich suchte nach einem Sinn in meinem Leben. So entstand in mir der Wunsch, meine Arbeit zu wechseln und etwas Sinn-erfüllendes zu tun. Ich fand schnell die Möglichkeit, eine neue Ausbildung in der Krankenpflege zu beginnen und kündigte meinen alten Job. Trotz Erleichterung und Vorfreude holten mich plötzlich Ängste des „Dem-Nicht-Gewachsen seins“ ein und schlussendlich trat ich die neue Ausbildungsstelle gar nicht erst an. Stattdessen suchte ich mir erst mal einen Job.
In den nächsten Monaten entspannte sich die Situation wieder etwas und Dinge wurden besser. An die Frage nach dem Sinn meines Lebens dachte ich gar nicht mehr, als mich plötzlich um Pfingsten 2008 wie aus dem Nichts eine Frage ergriff: „Wird die Ewigkeit im Himmel nicht irgendwann langweilig?“ Da ich mich zu dieser Zeit gar nicht groß mit Religion, Glauben, Gott auseinandersetzte, kam diese Frage sehr überraschend für mich, aber sie ließ mich nicht mehr los. Abgelöst wurde sie schließlich von einer anderen Frage, die mich ganz tief in meinem Innersten traf:
„Was, wenn ich gar nicht in den Himmel komme?“
Das war eine Frage, die sich mir in meinem Leben zuvor nie gestellt hatte. Als meiner Meinung nach guter Mensch würde für mich schon alles gut ausgehen. Dass das plötzlich infrage stand, erschütterte mich. Obwohl mir die Frage Angst machte, fühlte ich innerlich, dass ich mich ihr stellen und sie nicht einfach umgehen sollte. Also staubte ich meine alte Konfirmanden-Bibel ab und suchte nach Antworten. Damit begann für mich der Start in eine aufregende Reise. Bald fühlte ich mich durch verschiedene Worte aus der Bibel überführt und innerlich wusste ich, dass sie wahr sind. Eine Unruhe machte sich in mir breit und ich begriff, dass ich keinesfalls der gute Mensch war, für den ich mich immer gehalten hatte. Ich erfuhr, dass kein Mensch vor der Heiligkeit Gottes bestehen kann.
Da ich niemanden in meinem Umfeld hatte, mit dem ich darüber reden konnte, forschte ich im Wort Gottes und im Internet nach Antworten. Ich begriff mehr und mehr, dass ich auf die Vergebung Jesus angewiesen war und dass er der einzige Zugang zum himmlischen Vater war. Sobald ich eine Wahrheit aus der Bibel erfasst hatte, bemühte ich mich, sie sofort umzusetzen. So kann ich keinen konkreten Tag für meine Bekehrung, also den Zeitpunkt nennen, an dem ich Jesus bewusst in mein Leben ließ und ihm die Herrschaft über mein Leben übergab.
Im Internet lernte ich über verschiedene Foren andere Christen kennen und war total fasziniert, als ich erkannte, dass auch diese eine übernatürliche Bekehrung erlebt hatten.
Gott hatte das perfekte Timing für mich vorbereitet. Kurz nachdem ich mich im Juli von meinem damaligen Freund getrennt hatte, kam ich erstmals in persönlichem Kontakt mit Christen, die ich übers Internet kennengelernt hatte. So fand ich Anschluss an eine Gemeinde, in der das lebendige Wort Gottes gepredigt wurde. Zu dieser Zeit starteten auch ein Hauskreis für junge Erwachsene und ein Alphakurs.
Ich war voller Begeisterung über meine Errettung und meine Beziehung zum Herrn. Ich war voller Feuer für Jesus und nahm mit, was nur ging.
In diesem Jahr lernte ich auch meinen Ehemann Hans, sowie viele Freunde und Wegbegleiter kennen. Im März 2009 ließ ich mich in der Gemeinde im Rahmen einer privaten Veranstaltung in einer Regentonne taufen – für mich einer der schönsten Tage meines Lebens! Nur wenige Tage später tat sich für mich eine Tür auf, die mich noch im selben Jahr nach Uganda, Ostafrika führte, wo ich für etwa neun Monate in einem christlichen Hilfswerk mitarbeitete. Diese Zeit war für mich sehr spannend, gewinnbringend, aber auch herausfordernd.
Hans und ich heirateten 2011 und durchlebten insbesondere in unserem ersten Ehejahr eine sehr schwere Zeit, an der wir oft zu zerbrechen glaubten.
2013 erlebte ich dann einen Zusammenbruch nach einem Burn-out.
Doch in all den Herausforderungen hat sich Jesus immer zu uns gestellt, uns geholfen und uns versorgt. Er hat uns auch immer die Menschen zur Seite gestellt, die wir gebraucht haben.
Nun stehe ich also seit 15 Jahren im Glauben und einer persönlichen Beziehung mit Jesus Christus.
Es gab viele Höhen und wunderschöne Zeiten, aber auch viele Herausforderungen und Tiefen in den vergangenen Jahren. Ich musste Wüstenzeiten durchlaufen, Krisen, Trauer, Verlust, Entmutigung, Enttäuschungen und Depressionen durchleben. Doch in all der Unsicherheit, die das Leben bereithält, durfte ich immer wieder erleben, dass es eine Konstante gibt, auf die ich mich allezeit verlassen kann: Jesus hat mich nie verlassen und sich immer zu mir gestellt. In all den Jahren durfte ich Jesus immer besser kennenlernen und mein anfangs noch religiös-gesetzliches Gottesbild, das sicherlich durch Prägungen und persönliche Erfahrungen eingefärbt war, weitgehend durch seine Gnade ablegen. Bei ihm fand ich die bedingungslose, unerschütterliche Annahme und Liebe, nach der sich (meiner Meinung nach) jeder Mensch in seinem Tiefsten sehnt.
Inzwischen ruhe ich immer mehr in meiner Identität als geliebte Königstochter und darf meine himmlische Heimat schon im Hier und Jetzt tiefer entdecken, kennen und genießen lernen.
Hans und ich führen eine sehr glückliche Ehe und engagieren uns in unserer Gemeinde, in der wir nach längerer Suche vor etwa 5 Jahren ein geistliches Zuhause gefunden haben.
Mein Herz schlägt besonders für Jüngerschaft & Seelsorge. Ich wünsche mir, dass Menschen durch die Begegnung mit dem lebendigen und heiligen Gott innerlich (und auch äußerlich) geheilt und wiederhergestellt werden. Ich sehne mich danach, dass Menschen Freiheit in Jesus finden und ein Leben in absolutem Frieden und Freude erfahren dürfen.
Mein Wunsch ist es, dass Gott die Puzzleteile meines Lebens gebraucht, um andere Menschen zu berühren.
Jesaja 61,1
„Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen.“
Durch diese Homepage möchte ich außerdem die wunderbaren Werke des Herrn verkünden und ermutigen, dass er IMMER eine Lösung hat, egal wie zerbrochen eine Situation oder ein Leben auch wirken mag. Zudem möchte ich einladen, diesen faszinierenden, wundervollen Gott persönlich kennenzulernen. Er hat alles gegeben, damit das möglich ist.
Ich bin Gott sehr dankbar, für alles, was er in meinem Leben getan hat, sowohl in den Guten, als auch in den schweren Zeiten meines Lebens und ich bin gespannt, was er noch alles vor hat.
Eure Anita (Mai 2023)


